ZRK BEIM SHELTER-KICK-OFF (BILBAO)

Vom 12. bis 13. Juni 2019 nahm eine Experten-Delegation des ZRK beim Kick-Off des großen EU-Forschungsprojekts SHELTER in Bilbao (Spanien) teil. Das ZRK hat auf der Basis einer umfassenden Einreichung den Zuschlag zur Teilnahme an einem internationalen Konsortium erhalten, das sich um das höchst zukunftsrelevante Thema des Kulturgüterschutzes annimmt. Die ZRK-Delegation wurde von Vorstandsvorsitzenden DI Johannes Göllner, MSc angeführt und umfasst darüber hinaus Dr. Joachim Klerx (Fachbereichsverantwortlicher des ZRK für Foresighting &Horizon Scanning), Dr. Friedrich Schipper (Fachbereichsverantwortlicher des ZRK für Kulturgüter) sowie Andreas Peer (Projekt-Koordinator des ZRK) teil. Das ZRK-Team wird im Rahmen des EU-Forschungsprojekts SHELTER auch von DI Viliam Zathurecky, PhD vom Institut für Strategie, Foresight, Risiko- und Innovationsmanagement der MASARYK Universität, Brünn-Brno (CZ) unterstützt.

 

Das ZRK-Team, das für das Projekt SHELTER tätig ist: (v.l.n.r) Dr. J. Klerx, A. Peer, Dr. F. Schipper, DI J. Göllner

 

Das von der EU finanzierte Forschungsprojekt, das gemeinsam mit der UNESCO umgesetzt wird, zielt darauf ab, eine digitale und institutionelle Vernetzung zu entwickeln, die international agierenden WissenschaftlerInnen und Kulturgüter-Verwaltungseinheiten erlaubt, die Sicherung der Kulturgüter im Lichte des Klimawandels (z.B. durch Temperaturanstieg, Hochwassergefährdung etc.) zu verbessern und die wirtschaftliche Bedeutung der Kulturgüter zu evaluieren.

Im Zuge des Kick-Offs wurden auch einige Lighthouse-Projekte definiert, anhand denen konkrete Schritte dargestellt werden können. Weitere Informationen zur ZRK-Tätigkeit im Rahmen von SHELTER folgen in Kürze.

 

Das ZRK-Team wird im Rahmen des EU-Forschungsprojekts SHELTER auch von DI Viliam ZATHURECKY, PhD vom Institut für Strategie, Foresight, Risiko- und Innovationsmanagement, MASARYK Universität, Brünn-Brno (CZ) unterstützt (im Bild ganz re.).

 

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CYBER INSURANCE CONFERENCE: ZRK AM PODIUM IN PRAG

Am 13. Juni 2019 nahm das ZRK mit einer Delegation an der in Prag organisierten “Cyber Insurance Conference” in den Räumlichkeiten von Microsoft CZ teil.

 

Am Podium zeigten Jochen Ressel und DI Dr. Thomas Schaberreiter verschiedene Aspekte des Themenbereichs “Supply Chain Risk Management” und dessen Zusammenhang mit dem Versicherungswesen auf. Einleitend machte Jochen Ressel bewusst, dass das Abwägen der Risiken auch den Blick auf die Chancen eröffnet und die Handlungsbereitschaft stärkt, diese Chancen auch zu ergreifen. Dafür müssen in vielen Fällen allerdings erst die finanzmathematischen Modelle entwickelt werden, da gerade im Supply Chain-Bereich Risiken meist außerhalb des Einflussbereichs des eigenen Unternehmens liegen. Dem ist so, weil es dabei nicht lediglich um einen innerbetrieblichen Prozess handelt, sondern um das Zusammenwirken eines Netzwerks von verschiedener Supply-Chains, die die Bereiche Energie, Kommunikation, Finanzen, Transport und Information betreffen. Je mehr sich diese Netzwerke vom Smart Grid in Richtung einer gesamtheitlichen Smart Economy bewegen, desto mehr nimmt die Komplexität zu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thomas Schaberreiter zeigte die aktuell entwickelte SGAM-Modelle auf sowie die Möglichkeiten der Herstellung homenger Standards, zumindest im Unternehmen, und ergänzte dies mit den von der Öffentlichen Verwaltung gegebenen Handlungsrahmen, wie z.B. der NIS-Gesetzgebung und was diese für Unternehmen bedeutet. Nach dem Aufzeigen konkreter Lösungsansätze fasste Jochen Ressel die Ausführungen zusammen und forderte die Unternehmen auf, sich des Themas open-minded anzunehmen, denn ein Ignorieren bedeutet nicht, dass die Supply-Chain-Risks verschwinden. Nur ein proaktives Aufgreifen des Themas schafft auch die Möglichkeit für praxisorientierte und pragmatische Versicherungslösungen im Cyber-Bereich.

Das unterstrich auch Martin Kreuzer von der Münchner Rück in seinen Ausführungen, der mit dem ZRK eng zusammenarbeitet und bei der IKT-Sicherheitskonferenz in Villach 2017 im Rahmen des dortigen ZRK-Workshops bereits auf die Herausforderungen der Cyber Security im Zusammenhang mit dem Versicherungsbereich hinwies.

Die ZRK-Delegation, die von ZRK-Finanzvorstand Dr. Wolfgang Reisinger komplettiert wurde, zeigte in Prag einmal mehr die im ZRK komprimierte Kompetenz zum allen Themen des Risiko- und Krisen-Managements auf.

 

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UNIV.-PROF. DR.in HELGA KROMP-KOLB ZU GAST BEIM ZRK

Beim Clubabend des ZRK am 11. Juni 2019, der in den Räumlichkeiten des Cafe Landtmann in Wien stattfand, begrüßte ZRK-Vorstandsvorsitzender DI Johannes Göllner, MSc die bekannte und international anerkannte Metreologin und Klima-Expertin Univ.-Prof. Dr.in Helga Kromp-Kolb, die zum Thema “Klimawandel – Klimakrise – Klimakatastrophe” Stellung nahm.

 

 

Im Zuge ihres Impulsvortrags hatten die Clubmitglieder die Möglichkeit, verschiedendste Fragen zu stellen und Einschätzungen auf Top-Niveau zu diskutieren. Frau Kromp-Kolb zeigte anhand wissenschaftlicher Daten, dass die aktuelle Entwicklung erstmals in der Menschheitsgeschichte nicht mit astronomischen Ereignissen, wie Sonnenaktivitäten etc., in Verbindung gebracht werden kann. In der Menschheitsgeschichte waren die Ursachen für ein Verschwinden von Zivilisationen jedoch immer wieder durch Umweltzerstörung, Klimawandel, Ungleichheit und Oligarchie sowie externe Schockerlebnisse ausgelöst. Es ist außerdem wissenschaftlich erwiesen, dass diese Zivilisationen auch kurz vor deren Verschwinden nie in Betracht gezogen haben, dass dies geschehen könne. Ähneln wir heute daher diesen bereits verschwundenen Zivilisationen?

Die nächsten 5 bis 10 Jahre werden dies entscheiden. Denn dann werden die Kipp-Effekte zum Tragen kommen, sollten keine maßgeblichen Schritte unternommen werden, um unsere Zivilisation zu retten. Darunter versteht man, dass ab einem gewissen Zeitpunkt die ökologische Entwicklung unabänderlich wird, da Maßnahmen nur sehr stark zeitverzögert wirken. Ein wesentliches Element ist dabei die auf der Basis wissenschaftlicher Messdaten erwiesene Ansteigen der Durchschnittstemperatur.

Das Ansteigen des Meeresspiegels im Mittelmeer ist daher z.B. bereits unabwendbar – er wird um ca. 1 Meter ansteigen, was bedeutet, dass alleine in Ägypten ca. 20 Mio. Menschen ihr momentanes Siedlungsgebiet im Nildelta-Bereich (Alexandria usw.) verlieren werden. Doch wohin werden sich diese Menschen bewegen?

Erstmals in der Menschheitsgeschichte ist die Erde bereits voll besiedelt. Man kann nirgends wohin ausweichen, wo noch freies und lebenswertes Siedlungsgebiet vorhanden ist. Daher sind die sozialen Auswirkungen ebenfalls mitzubedenken. Ein Wandel ist nur möglich, wenn die Menschheit anerkennt, dass die von Kate Raworth entwickelte Doughnut-Economy eine Realität ist, die zeigt, dass unser Wirken von außen durch ökologische und gesellschaftliche Grenzen, sowie von innen durch soziale und ökologische Grundlagen beschränkt ist. Daraus ergibt sich ein “Ring”, der unseren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Handlungsrahmen darstellt. Ohne einer dramatischen Handlungsveränderung wird dieser Spielraum geringer und geringer werden.

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